Aus den Erfahrungen auf Rallyes (da ist die Kupplung "richtig" hart weil extrem harte Kupplunsfedern verbaut werden um selbst im Extremsteinsatz Kupplungsrutzen zu vermeiden) kann ich nur sagen, dass die Haltung des Fahrers wichtig ist. Mit optimal eingestelltem Lenker (wenn's sein muss neuer Lenker zulegen, Abhilfe schaffen auch Lenkererhöhungen oder -Versetzungen) kommt man schon viele Kilometer weiter, mit guten Griffen (passend in der Dicke und im Gripp - gegen Vibrationen und Schläe auf die Handgelenke helfen auch Mossgummi-Griffe) sollten sich allfällige Probleme in den Griff bekommen lassen.
Gerade in Verbidnung mit passendem Lenker (Kröpfung der Lenkerenden, Höhe) ergibt sich eine entspanntere Fahrerhaltung mit weniger Druck auf die Handgelenke. Somit greifft man automatisch weniger hart zu (gibt Leute welche glauben einen Lenker erwürgen zu müssen um das Mopped auf Kurs zu halten, das ist nicht nötig) und die Durchblutung der Hände ist somit besser.
Auf sehr langen Strecken (auf Rallye bis zu 800 Km pro Tag - und das auf teilweise quer durchs Gemüse) sollte man sich zudem angewöhnen sehr viel zu trinken, auch wenn man keinen Durst hat. Wassermangel kann ebenso zu Krämpfen führen wie schlechte Trinkversorgung, Kalzium und Magnesiumhaushalt sollten (gerade im Sommer, wenn man viel schwitzt) nicht zu brutal runter gehen. Manchmal helfen spezielle Sportlergetränke, manchmal Tabletten - da nicht jeder Körper die Mineralstoffe gleich gut aufnimmt (und kaum speichern kann) sollte man lieber mal den (Sport-)Arzt fragen, der kann die optimale Zusammensetzung herausfinden.
Wer dauerhaft Probleme beim Schalten (oder auch Bremsen) hat, der sollte einen Spezialisten aufsuchen, denn Schmerzen können durchaus auch auftreten wegen Nervenschädigungen/Irritationen bzw. Nervenentzündungen (ist auch bekannt bei Cross- und MTB-Fahrern, auch Moto-GP Fahrer mussten sich deshalb bereits behandeln lassen). Hat nichts mit sportlich oder so zu tun, ist reine Veranlagung. Sind die Nervenbahnen in die Finder ein paar Millimeter weiter als bei anderen Personen (hat ja nicht jeder die gleiche Hand) können die gereizt werden. Mal merkt man das mit eingeschlafenen Findern/Händen, mal eben erst beim mehrmaligen Kuppeln/Bremsen. Im Extremfall kann eine Operation die Sache ein für allemal erledigen (vorher mal andere Lenker, Griffe, Griffpotition usw. ausprobieren!)
Wenn's ein reines Formtief (anfangs Saison) ist, dann lässt sich das mit diversen Übungen und beispielsweise einem Powerball über den Winter sehr gut eingrenzen. Auch Hallenklettern und ähnliche Sportarten über den Winter lassen die Sehnen und Musklen fit bleiben um "Muskelkater" im Früjahr vorzubeugen - und so was macht zudem auch noch richtig Spass.
Wenn es richtig weh tut, würd ich es jedenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn das deutet auf echte Schädigungen hin. Also lieber einmal mehr Praxisgebühr bezahlten als sich dann jahrelang mit Nervenschädigungen rumschlagen.
Marc
P.S.: mit einer dem Einsatzzweck bzw. Fahrer angepassen Sitzbank bekommt man auch Schmerzen vom Steissbein in den Griff, zudem lassen sich Fahrerposition mit Sitzbank und Fussrastenposition beeinflussen. Schon nur durch all diese Kleinigekeiten welche es kaum ab Stange gibt (BMW gibt sich zwar Mühe, bleiben aber auch immer nur Serien welche wieder für eine grössere Masse vorgesehen ist), wird klar, wieso Rallyemaschinen eben ganz andere Budgetrahmen haben als die Maschinen ab Stange - und da ist der Ganze Krimskrams an Verschalung, Navigation, Tankvarianten und Fahrwerke bzw. allfällge Arbeiten an den Motoren und Fahrwerksabstimmungen (inkl. Lenkungsdämpfer) noch lange nicht dabei. Da es das alles (und die Spezialisten dafür) ja gibt, wäre es ja schade, wenn man das nicht auch bei Reisemobilen und Alltagsmaschinen nutzen würde, wenn es einem das Leben erleichtert