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Andy_PE

Kradfahrer

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1

Wednesday, October 25th 2006, 4:39pm

Würde mich interessieren, wie die korrekte Handhabung eines Drehmomentschlüssels von statten geht.

Gruß Andy
Zwei Hände - zwei Beine - zwei Zylinder!!

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2

Wednesday, October 25th 2006, 5:06pm

Moin Moin

Ein Drehmomentschlüssel ist ein Messwerkzeug. Entsprechend sollte man es lagern und handhaben. Viele nutzen ihn auch als Knarre und überdehnen damit den Messbereich.

Im Motorradbereich arbeiten wir mit sehr geringen Anzugsmomenten, und da ist eine "trockene" Schraube schon was anderes als wenn ich Öl am Gewinde habe. Allein dadurch verändert sich das Anzugsmenent.

Und der beliebte kleine Druck auf den Drehmomentschlüssel nach dem Knack nach erreicht des Anzugsmoment, war schon für einige Gewinde das Ende.

Gruß

Manfred
NT650V von 2002-2007 39.415km gefahren

Don't forget to take a risk today!

Karl_Heinz_FB

Unregistered

3

Wednesday, October 25th 2006, 5:16pm

Also zu diesem Thema möcht ich nur folgendes anmerken:
Wer ein richtiger Schrauber ist, der hat sicher auch das Gefühl für die verschiedenen Schraubengrössen, es ist schlieslich nicht egal ob ich ne 6. Schraube oder Mutter festziehe oder eine 8. Schraube hab, und dann kommt noch das Material hinzu, Eine Stahlschraube ist anders als ne V4A Schraube oder Mutter, von Aluminiumgehäusen ganz abgesehen, schon das falsche Anziehen der Zündkerze kann fatale Folgen haben...
Selbst sogenannten Fachleuten hats schon die Gewinde rausgerissen, also deshalb kann ich nur empfehlen, haltet Euch an die vorgegebenen Anzugswerte !! Sonst könnte es teuer werden..

Mit anziehenden Grüßen
Charly

Werner_ED

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4

Wednesday, October 25th 2006, 6:19pm

Hallo Manfred, hallo Ralf,

ich bewundere Euren Mut und Zuversicht bezüglich des Festziehen von Schraubverbindungen. Entweder habt ihr wirklich außerordentliche Fähigkeiten oder unverschämt viel Glück.

Gerade heute, wo am Material gespart wird wo es nur geht, sollte man sich tunlichst an die vorgeschriebenen Drehmomente halten.

Manfred, doch einfach ziehen bis es knackt reicht doch! Nur dann nicht weiterziehen, was die meisten machen. Richtig ist natürlich, als Knarre sollte man einen Drehmomentschlüssel nicht benutzen und nach Gebrauch sollte er immer entspannt werden. Mit Öl am Gewinde kannst Du allerdings nicht das Drehmoment erhöhen, Du setzt die Reibung herunter dadurch werden bei gleichem Drehmoment die Spannungen erhöht, so dass Du u. U. die Schraube "abreißt".
Darum immer darauf achten was der Hersteller vorschreibt bezüglich "Schmierung" der Schaubverbindung.

Ich habe schon unzählige Drehmomentschlüssel auf unserem Prüfstand überprüft und kalibriert, aber selbst die Günstigen von Tante Luise etc. sind gar nicht so schlecht bezüglich ihrer Werte.

Ich kann nur jedem (Hobby-)Schrauber raten, sich einen Drehmomentschlüssel zuzulegen; Gewindereparaturen sind meist kostspieliger.

Es sei denn, man hat wirklich das richtige Gefühl.

Mit besten Grüßen

Werner_ED :hiv:
Wenn Du keine Ahnung hast, einfach mal die Fresse halten :ups:

Ralf_MSP

Unregistered

5

Wednesday, October 25th 2006, 7:19pm

Hanhabung Drehmomentschlüssel

* admin gekürzt


@andy

handhabung...
wie manfred sagt. das ding ist ein messzeug. damit zieht man die schrauben mit dem eingestellten moment an. fertig.
dazu zieht man die verschraubung per hand oder ratsche leicht an und langsam und gleichmässig mit dem drehmomentschlüssel weiter bis es klickt. ich sehe oft wie an den schlüsseln gerissen wird wie an ner normalen ratsche. entweder löst der schlüssel dann zu früh aus (durch den ruck) oder die verschraubung wird zu fest angezogen (weil man durch das schnelle ziehen viel zu weit dreht, oft bei niedrigen momenten). sieht man oft in der reifenbude. wenn man eine verlängerung braucht muss man am ratschenkopf gegenhalten. sonst zieht man den schlüssel quer zur verschraubung. dann stimmt der kraftfluss nicht mehr und der schlüssel löst nicht mehr richtig aus.
nach der verwendung entspannt man den schlüssel (zurückdrehen) und bettet ihn gleich wieder in seine kiste damit er nicht verdreckt oder doch noch als lange ratsche missbraucht wird.


CU Ralf

Bayerwald-Toni

Professional

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6

Thursday, October 26th 2006, 8:35am

@hubi
nein, ich hab schon daran gedacht, man könnte ja auch Schadensersatz fordern, aber da dürfte man in unserem Staat nur mehr mit dem Rechtsanwalt herumlaufen.

@Manfred
Vielen Dank für die Info über die Handhabung eines Drehmomentschlüssels! :-)))))
Aber glaub mir, als Techniker weiß ich, WIE man damit umgeht! Es ging ja auch darum dass der Wert von Bücheli nahzu DOPPELTso hoch ist wieder Wert von Honda!

Und als Schmierstoff-Kundiger kenn ich auch den Unterschied zwischen trockenen und "geölten" Schrauben, wobei geölte Schrauben sich auch nur unwesentlich vom Drehoment her unterscheiden würden, da der Flankendruck am Gewinde kaum reduziert wird.
Deutlich anders sieht es bei der Verwendung von MOS2-Paste aus, sie reduziert den Reibwert auf z.T. 10% einer trockenen Fläche!



Gruß Toni
Besser von mir fotografiert als vom Schicksal gezeichnet!

This post has been edited 1 times, last edit by "Bayerwald-Toni" (Oct 26th 2006, 8:44am)


HGK

Unregistered

7

Thursday, October 26th 2006, 12:56pm

Zu der Bemerkung von Querulant:

Zitat: *dann kamen die ING`s mit ihren berechneten werten und beim kunden brannten die teile reihenweise ab weil die schraubverbindungen sich gelöst hatten.....*

Die Gestaltung, der Werkstoff und die Berechnung einer Schraubverbindung richten sich nach der Verwendung bzw. den Einsatzanforderungen. Die wichtigsten Kriterien sind:
- Funktion: Vorspannung, Bewegung, Kraftübersetzung
- Verschlussfunktion, Dichtfunktion
- Belastung: statisch, dynamisch
- Belastungsrichtung: quer, längs
- Umgebungsbedingungen: Luft, Korrosion
- Einschraubwerkstoff

Eine Schraubenverbindung muss nach verschiedenen Kriterien von dem verantwortlichen Ingenieur, Techniker oder Konstrukteur rechnerisch ausgelegt und durch die Produkt-Sicherung überprüft werden:
- Erforderliche Vorspannung für Reibschluss
- Vorspannungsabfall infolge Setzen
- Zugbeanspruchung im Gewinde bzw. Schaft infolge Vorspannung (statisch)
- Zugbeanspruchung im Gewinde bzw. Schaft infolge Vorspannung + dynamischer Betriebslast
- Vergleichspannung infolge Zug und Torsion im Gewinde bzw. Schaft
- Flächenpressung unter dem Kopf

Wenn die Montage gemäß den Einbauvorschriften durchgeführt wurde und durch den Q.S Verantwortlichen überprüft worden ist, kann der von Querulant beschriebene Fehler nicht auftreten.

In meiner über 30 jährigen Erfahrung im Luft- und Raumfahrtbereich als Produkt-Sicherungsingenieur, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die aufgetretenen Fehler bei lösbaren Verbindungen fast immer durch das Nicht-Einhalten der Einbauvorschriften durch den Mechaniker, nicht kalibrierten oder beschädigten Drehmomentwerkzeugen zurückzuführen waren. In seltenen Fällen waren auch Materialfehler die Ursache.

Ein Abgleich von Drehmomentwerkzeugen an Drehmomentwaagen (elektronisch oder mechanisch),
vor jedem sicherheitsrelevanten Montageschritt, wie in der Luft-Raumfahrt üblich, habe ich in Motorrad - Werkstätten noch nicht gesehen, dafür aber die *abenteuerlichsten Verfahren* bezüglich Anwendung, Lagerung und Überprüfung/Kontrolle von Drehmomentwerkzeugen.

Der Begriff Prüfprotokoll/Lebenslaufkarte für Drehmomentwerkzeuge sowie scheint nach meiner Erfahrung in den mir bekannten Motorrad - Werkstätten noch nicht zu existieren.

Mein Fazit: Die Fehlerursache nicht nur bei *ING`s mit ihren berechneten werten* suchen, sondern auch die Ausführenden kritisch betrachten.

MFG
HGK

Helmut_

Deauville -Be- Treiber

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8

Thursday, October 26th 2006, 10:27pm

Wer sich mit dem Thema Schraubenverbindungen, Anzugsmomente auseinander setzen will, hier einige Links:


Auslegung von Schraubenverbindungen

Schraubfallanalyse mit Drehmoment- Drehwinkel- "Abdruck"

Schraubverbindung mit Vorspannkraft.

Drehmomentschlüssel
::dva:: - Gruß
Helmut
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meine Mopeds -> Kreidler; 125er Daelim VC, NTV650 Revere, NT650V, NT700V
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