Oha, Diddi, nee, da habe ich mich wohl etwas falsch ausgedrückt....
Ich meine nicht die seitlichen Verkleidung, die den Instrumententräger einrahmenen. DIE hatte ich schon etliche Male im Rahmen meiner Folierungsaktion aus- und wieder eingebaut. Neenee, ich meine die Verkleidung, die die Instrumente und Kontrollleuchten unmittelbar abdeckt.
Übrigens: Der gute "Bucheli" hält sich da, wie in vielen Dingen, ziemlich zurück mit Informationen. Aber der ist eh geschrieben wie ein Horoskop: Zur Hälfte besteht er aus allgemeinem Blabla, das überall und selbst bei der Reparatur von Küchengeräten anwendbar ist.
Mir geht es darum, ggf. darin Bohrungen zu setzen, um einen Halter oder auch das Display direkt anschrauben, von der Unterseite her Muttern ansetzen und die Kabel durchführen zu können. Möglicherweise könnte dabei sogar herauskommen, dass etwas ausgefräst wird, um das Display einzubetten.
Ich habe mir vorhin ein bisschen Zeit genommen für eine Anprobe. Und so ein bisschen bin ich davon weg, das Teil am Instrumententräger zu befestigen. Nicht wegen der Demontage der Abdeckung, sondern einfach, weil sich die Platzverhältnisse ziemlich relativieren, wenn man das am Objekt sieht.
Die ursprüngliche Idee war, das Display zentral zwischen Tacho und Drehzahlmesser unten auf dem Honda-Logo zu befestigen. Da passt es tatsächlich auf die Fläche ohne den Tacho oder den Drehzahlmesser teilweise zu überdecken. Nur mag der Kupplungszug das gar nicht haben, da das Display ca. 20mm (!!!) tief ist und dann zwangsläufig bei größeren Lenkeinschlägen daran hängen bleibt. Selbst dann, wenn man den Kupplungszug mit Kabelbindern an den Gaszügen befestigt, wird das eine ganz enge Nummer, da der Kupplungszug bei großen Lenkeinschlägen Luft braucht (und sich auch holt). Ich denke mal, dass man die untere Kante der Instrumentenabdeckung als Gleitfläche für den Kupplungszug unbedingt erhalten sollte.
Aussägen/Ausfräsen dieses Bereiches unter Erhaltung der unteren Kante und der versenkte Einbau des Displays wäre ggf. eine Option, die dann auch noch sauber aussehen würde. Aber die Sache hat 2 Haken:
- Die Ganganzeige selbst ist programmierbar und die Programmierung/Bedienung erfolgt durch seitliches Antippen des Displaygehäuses. Dumm, wenn man an dieses nicht mehr heran kommt.
- keine Ahnung, was an der Stelle unter der Instrumentenverkleidung ist und ob dort genügend Platz zur Verfügung steht. Das ließe sich natürlich feststellen, indem man das mal demontiert.
Im oberen Teil der Instrumentenkonsole ist weniger Platz. Dort müsste auch bei Aufbau des Displays die Kante des Instrumententrägers ausgefräst und das Display ein paar Millimeter über den oberen Abschluss nach oben überstehend montiert werden. Optisch sicher eine der besten Optionen, da das Display dann schön zentral im Sichtbereich wäre. Das überstehende Stückchen ließe sich zudem mit minimalem Aufwand nachträglich verkleiden.
Schade wäre, dass dann natürlich die Uhr auf der Strecke bliebe, die ich eigentlich nicht missen möchte. Allerdings wäre das nicht unbedingt ein NoGo, denn eine Uhr ist kein Instrument, das man andauernd zentral vor der Nase haben muss. Da ließe sich irgendeine batteriebetriebene kleine Uhr an anderer Stelle der Verkleidung anbringen.
Wobei sich mir die Frage aufdrängt, ob die Instrumentenabdeckung auch eine hermetische Abdichtung gegen Feuchtigkeit darstellt. Wenn das so ist, dann wäre jegliche Ausfräsung von vornherein fahrlässig. Auch das musste man also erstmal eruieren. Bucheli hat sich davor ja gedrückt ;-)
Der Aufbau AUF der Instrumentenkonsole WAR auch eine Option. Nur ist es erstaunlich, wie sehr der Eindruck täuschen kann. Wenn man am Objekt ist, dann bemerkt man erst, wie wenig Abstand die PUIG-Scheibe zur Instrumentenkonsole hat. Das Display würde gerade eben so hineinpassen. Also sowas von gerade eben so.... da hätte ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst, dass die Scheibe während des Fahrt andauernd auf das Displaygehäuse hämmert. Also das lassen wir mal lieber.
Nun bin ich fast soweit, den ganz einfachen Weg zu gehen und das Display ganz stumpf dort aufzubauen, wo der linke Lautsprecher montiert würde (wenn man es denn wollte.... ich will kein Radio!!!). Vorteil: Montage äußerst einfach und man kommt jederzeit sehr gut heran, wenn man es programmieren oder die Displayfarbe ändern möchte. Nachteil: Das Display wäre da nun überhaupt nicht mehr zentral.
Insgesamt würde ich im Moment diese Lösung aber dennoch bevorzugen, weil das ratzfix erledigt ist und gar nicht mal so provisorisch aussieht.
Ich würde fast sagen, meine Entscheidung hängt tatsächlich davon ab, wie simpel oder audwendig es ist, die Instrumentenabdeckung aus- und einzubauen und inwieweit die Instrumentenabdeckung nicht nur gegen Spritzwasser schützt, sondern insgesamt gegen eindringen von Feuchtigkeit. Die Frage, wie die Instrumentenabdeckung ausgebaut wird, bleibt also aktuell.