Tuesday, May 22nd 2012, 7:52pm UTC+2

You are not logged in.

  • Login
  • Register
Calendar
Mo Tu We Th Fr Sa Su
Birthdays

Skua (55)

bodo (52)

Ultramichael (51)

Fitte (50)

No users in list
New Member

buceador (Today, 3:19pm)

ThKaschel (Today, 1:28pm)

Rennefuss (Today, 8:48am)

Nobbi (Yesterday, 10:45pm)

eisteezitrone (Yesterday, 10:09am)

Statistic

2,227 Members - 9,887 Threads - 109,504 Posts (On an average 50.79 Posts/Day)
Newest Member buceador.

Lollo65

Speichenputzer

Date of registration: Jul 30th 2006

Posts: 540

F-Status: aktiv

Birthday: Oct 18th 1965 (46)

Location: Dortmund - D

Motorcycle: Yamaha

Actual mileage: 2200

Year of manufacture: 2011

Color: silber

Stammtisch: Rhein-Wupper-Biker

GPS_System: TomTom Rider

Topic starter

1

Sunday, February 24th 2008, 6:31pm

Bremsbeläge selber wechseln, CBS Bremse

Hallo,

ich muss demnächst meine Bremsbeläge wechseln und möchte dies selber tun. Das hat doch bestimmt der ein oder andere von euch schon mal gemacht. Gibt es eine Besonderheit, auf die ich achten muss?

Keine Angst, etwas Ahnung habe ich, habe mal in meiner Jugend KFZ-Mechaniker gelernt und weiß so in etwa worum es geht.

Jetzt steht aber in diesem Bücheli, dass man bei der CBS Bremse unbedingt die Finger von lassen soll, und das hat mich etwas stutzen lassen. Habe auch schon unter der Suchfunktion hier im Forum gestöbert, aber hauptsächlich dann immer die Tips mit dem Bremsflüssigkeitswechsel gefunden. Ich möchte nur die Beläge wechseln, noch keine Bremsflüssigkeit.

Wäre für eine Antwort oder Tip dankbar.
::dva::
Gruß aus Dortmund
Lothar

Helmut_FKB

was sind schon Titel.....

Date of registration: Jun 29th 2006

Posts: 841

F-Status: aktiv

Birthday: Jul 20th

Location: Nordhessen

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 61000

Year of manufacture: 2001

Color: rot

Fuel consumption:

Stammtisch: Rhein-Main-Biker

GPS_System: Garmin NüVI 650

2

Sunday, February 24th 2008, 7:55pm

hallo Lothar,

für einen geübten Schrauber sollte das kein Problem sein :) . Bremssättel lösen, Bremszylinder mit den alten Belägen zurückdrücken, falls du kein Spezialwerkzeug hast,- neue Beläge rein, Bremssättel wieder festschrauben, auf Druck pumpen, Probefahrt :)
Evtl. die Bremssättel noch ein wenig reinigen, ich schmiere auch immer noch etwas Kupferpaste auf die Rückseite der Beläge (es gibt aber auch Hinweise, dass das eher nicht gut sein soll, da sich Bremsstaub festsetzt- hab ich aber noch nicht bemerkt).
Der Unterschied zur Beschreibung im Bücheli für die Baujahre bis 2001 liegt meines Wissens hauptsächlich in den unterschiedlichen Belägen und der Befestigung der Bremssättel (Nissin-Bremse, vorher war Brembo dran). Ansonsten gilt wie immer: Drehmomente einhalten, sorgfältig arbeiten, nach dem Zusammenbau sollten keine Schrauben übrig bleiben :)

Gruß
Helmut_FKb
Wenn Du eine helfende Hand brauchst, beginne mit der Suche am Ende Deines Armes !

Lollo65

Speichenputzer

Date of registration: Jul 30th 2006

Posts: 540

F-Status: aktiv

Birthday: Oct 18th 1965 (46)

Location: Dortmund - D

Motorcycle: Yamaha

Actual mileage: 2200

Year of manufacture: 2011

Color: silber

Stammtisch: Rhein-Wupper-Biker

GPS_System: TomTom Rider

Topic starter

3

Sunday, February 24th 2008, 8:19pm

Danke Helmut,

so ähnlich hab ich es mir auch gedacht. Hört sich alles recht normal an. Wollte nur sicher gehen :D

Werde ich mich also demnächst mal dran begeben, wenn es so warm ist, dass mir die Hände beim Arbeiten nicht einfrieren :ups:




...sorgfältig arbeiten, nach dem Zusammenbau sollten keine Schrauben übrig bleiben :)

Gruß
Helmut_FKb


:D :D :D Wir haben früher in der Werkstatt immer erst abgewartet, ob der Meister heile von der Probefahrt zurückkam, erst danach wurden die übrig gebliebenen Schrauben entsorgt. ::spass::
::dva::
Gruß aus Dortmund
Lothar

Date of registration: Jul 11th 2007

Posts: 1,174

F-Status: aktiv

Birthday: Apr 4th 1961 (51)

Location: Stuttgart

Motorcycle: Deauville NT650V

Year of manufacture: 2002

Color: Tasmania Green Metallic

Stammtisch: BaWü'ller

GPS_System: Garmin zumo 550

4

Sunday, February 24th 2008, 11:12pm

Bremsbeläge

Hallo Lothar,

du hast eine PN zum Thema Bremsbeläge.
Gruß

Werner(larssen)

Wer nix weiß muss alles glauben.

Konradius

Intermediate

Date of registration: Aug 1st 2006

Posts: 282

F-Status: aktiv

Birthday: Nov 15th 1958 (53)

Location: Hennef - D

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 57307

Year of manufacture: 2004

Color: Shield Silver Metallic

Fuel consumption:

Stammtisch: Rhein-Wupper-Biker

GPS_System: Medion

5

Monday, February 25th 2008, 9:15am

Hallo Lothar

Und der Bremsflüssigkeitswechsel ist auch kein Akt!

Hab´s bei mir selbst gemacht,ging einwandfrei.

LG Konradius ::dva::

Bodo_NE

Fortgeschrittener

Date of registration: Mar 29th 2007

Posts: 36

6

Tuesday, February 26th 2008, 6:22pm

Kupferpaste

Hallo Helmut,
wegen der Kupferpaste habe ich folgendes gelesen.

Es schreibt Beate Knorn, Produktmanager von Motorcycle TRW lukas.bikersworld.com.:
Aluminium und Kupfer sind beides galvanische Elemente. Das bedeutet, dass sie in Verbindung mit einem Elektrolyt, beispielsweise Salzwasser, eine elektrische Spannung erzeugen. Diese beträgt zwischen den beiden Stoffen ca. 2 Volt, was ein "Festfressen" der beiden Werkstoffe zur Folge hat. Wir empfehlen daher die Verwendung von Pasten auf keramischer Basis, die einen Spannungsaufbau verhindern.

Oder aber fogendes:
Zur Erklärung, über 95% aller ABS-Systeme funktionieren "elektrisch", ich versuche es mal so einfach wie möglich zu beschreiben, der Sensor arbeitet magnetisch, mal hat dieser einen "Gegenpol" mal nicht (das gegenüberliegende "Zahnrad"). Durch diesen Impuls erkennt das Steuergerät, dass sich das Rad dreht, neuere Anlagen (auch z.B. ASR) errechnen hierdurch auch die Raddrehzahl. Durch die Impulse kann das Steuergerät über den "Hydraulikblock" den Bremsdruck des einzelnen Rades "steuern" und somit ein blockieren beim "vollbremsen" (oder auch durchdrehen) verhindern. Wird an den Führungen der Beläge z.B. Kupferpaste verwendet, können hier kleinere Fäden von dieser beim bremsen "abgetragen" werden und durch die Belüftung an die Sensoren oder das "Zahnrad" kommen. Kupferpaste ist nun zwar nicht magnetisch, kann aber durch die hohe Klebewirkung Abrieb der Bremsscheibe binden und entweder auf dem Sensor oder in den Zahnzwischenräumen für Störungen sorgen. Teilweise kann auch ein Sensor oder dessen elektrische (Steck-) Verbindung beschädigt sein. Unter normalen "Umständen" iste dieses selten bedenklich, da die Sensoren teilweise auch "Wasserunempfindlich" sind, gegen die elektrische leitfähigkeit von Kupfer allerdings nicht. Wenn nun der Sensor fälschlicher Weise meldet "das Rad steht", nimmt die Regeleinheit den Bremsdruck zurück und die Bremsleistung am Rad geht gegen 0...

Man sollte vielleicht mit der Kupferpaste doch vorcihtig sein.

Gruß und immer gute Fahrt
Bodo ;)

Date of registration: Jul 11th 2007

Posts: 1,174

F-Status: aktiv

Birthday: Apr 4th 1961 (51)

Location: Stuttgart

Motorcycle: Deauville NT650V

Year of manufacture: 2002

Color: Tasmania Green Metallic

Stammtisch: BaWü'ller

GPS_System: Garmin zumo 550

7

Tuesday, February 26th 2008, 6:41pm

@ Bodo

sowohl Helmut als auch Lothar sind ohne ABS unterwegs.
Lothar hat allerdings eine sogenannte CBS Bremse.
Trotzdem sind die keramischen Pasten der Kupferpaste vorzuziehen, sagt auch mein Freundlicher.
Gruß

Werner(larssen)

Wer nix weiß muss alles glauben.

falke_eastend

Galaxy-Hawk

Date of registration: Aug 22nd 2006

Posts: 610

F-Status: aktiv

Birthday: Jan 9th 1962 (50)

Location: Barnim -D

Motorcycle: Deauville NT700V

Year of manufacture: 2006

Color: anchor gray metallic

GPS_System: Navgear GP35

8

Tuesday, February 26th 2008, 6:52pm

der Sensor arbeitet zwar mit elektrischem Ausgangssignal und ist wasserdicht,

er baut vor seiner aktiven Sensorfläche ein magnetisches Feld auf, das sich beim Drehen des Rades (durch die Metallscheibe am Rad mit Durchbrüchen/Stegen) beeinflusst bzw. gestört wird. Daher erkennt das Steuergerät, wann das Rad zB. beim Blockieren steht und löst die Bremse usw....

Kupferpaste hat außer Bindung des Bremsstaubes keine wesentliche Auswirkung. Aber alte Deauville mit Single CBS hatte ja auch noch kein ABS...



Ville Grüße,

Sven.
All unser Tun ist stets nach vorn ausgerichtet. Vieles begreifen wir erst durch den Blick in den Rückspiegel. ::dvn::

Helmut_FKB

was sind schon Titel.....

Date of registration: Jun 29th 2006

Posts: 841

F-Status: aktiv

Birthday: Jul 20th

Location: Nordhessen

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 61000

Year of manufacture: 2001

Color: rot

Fuel consumption:

Stammtisch: Rhein-Main-Biker

GPS_System: Garmin NüVI 650

9

Tuesday, February 26th 2008, 10:11pm

ok, klingt logisch mit den galvanischen Elementen, aber wo ist das Aluminium ? die Bremszylinder ? Die Rückseite der Beläge ? Sieht mir eher nach Stahl aus - aber da ich kein ABS habe, ist wohl höchstens mal etwas Bremsstaub zu befürchten, den ich bisher aber noch nicht störend bemerkt habe.
Salzwasser kriegt meine Ville in der Regel nicht ab (Bruchstrichfahrer) :)
Werde aber beim nächsten Wechseln der Beläge mal überlegen, ob ich die Paste weglasse.

Gruß
Helmut_FKB
Wenn Du eine helfende Hand brauchst, beginne mit der Suche am Ende Deines Armes !

Udo_War

Unregistered

10

Wednesday, February 27th 2008, 4:45pm

verwende seit 30 Jahren Kupferpaste bei der Montage

seit 12 Jahren an Fahrzeugen mit ABS

sicher, die Zeit bleibt nicht stehen, dennoch werde ich meine Bremse auch weiterhin schön mit ordentlich viel Kupferpaste innen und aussen schmieren, weil es eine so schöne Farbe hat. Viel hilft viel

aber ich denke auch das bei vernünftigen Einsatz der Kupferpaste keine nachteiligen Wirkungen zu befürchten sind. Und auf Sensoren oder Zahnkränze gehört selbige eh nicht hin, daher dürfte das im praktischen Betrieb auch nicht stören.

In der therorie ist natürlich alles möglich bis hin zu extremen Übertreibungen.

Bayerwald-Toni

Professional

Date of registration: Jun 30th 2006

Posts: 565

F-Status: aktiv

Birthday: Oct 7th 1958 (53)

Location: 93437 Furth im wald

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 25000

Year of manufacture: 1999

Color: rot

Fuel consumption:

Stammtisch: -

GPS_System: Becker Traffic Assist Highspeed

11

Monday, March 3rd 2008, 9:25am

Der Beitrag mit dem Festfressen resultiert wahrscheinlich wieder aus einseitigen Laborversuchen.
Über die Bindung des Abriebs kann man ja noch diskutieren, wobei dann aber jeder Schmierstoff, auch Pasten ausscheiden würden.
Besser wären dort wieder Trockenschmierstoffe wie z.B. Teflonspray, das eine Art Lack mit Teflonpartikeln darstellt und auch bei z.B. Autositzschienen oder Schubladenzügen zum Einsatz kommt. Ist aber ziemlich bald "hinüber", weil es eben nur auflackiert ist und mehr den Sinn hat, dort dauerhaft zu existieren, wo ständig Wassereinflüsse usw. vorliegen um dann bei Erstbenützung sicher zur Verfügung zu stehen (z.B. große Schleusentore bei Sturmflut in Holland). Nach Einsatz müsste im Grunde neu beschichtet werden, leichtere Reibvorgänge, wie z.B. Sitzschienen, halten natürlich schon länger durch. Geht auch nicht für Kugellager, nur für Gleitreibung.

"Festfressen" aufgrund eines Spannungsaufbaus können sich die Teile sicher nicht, das würde bedingen, dass nie gebremst würde, also alle Teile vollkommen passiv "daliegen". Also kann im Laborversuch das statisch sicher so sein, in der Praxis aber unmöglich.

Und wichtig wäre auch noch zu wissen, unter welchen Bedingungen diese "Ergebnisse" erzielt wurden.
Wieviele Stunden Salzeinwirkung bei welcher Konzentration? Wie war die Versuchsanordnung aufgebaut, was wurde konkret gemessen?
Setzt dann voraus, dass die Honda nie mit Wasser gewaschen wird und man wahrscheinlich 6 Monate im Salzwasser fährt. :wow:

Ich setze, wie Udo, auch schon seit 30 Jahren Kupferpaste ein, Zündkerzen, Bremsbeläge usw. , es gab noch nie(!) Porbleme.

Ach ja: Die Honda ist auch nur bedingt für Taucheinsätze geeignet, unter Wasser stirbt der Motor ab! ::ele::

Viele Grüße,
Toni :hiv:
Besser von mir fotografiert als vom Schicksal gezeichnet!

hubi85120

Unregistered

12

Monday, March 3rd 2008, 10:03am

mal im Ernst, was soll die Kupferpaste am Bremsbelag bewirken?

An den belagkanten ein besseres Gleiten in der Führung ermöglichen? Bei den Kräften, die am Belag wirken ist das völlig unerheblich; zumal die Beläge korrekt montiert über ausreichend Seitenspiel verfügen.
Aber sie nimmt auf jeden Fall jeden Krümel Bremsstaub der zu finden ist auf und bildet damit auf Dauer eine Kruste, die dem Bremsbelag dann das Leben wirklich schwer macht - erst dann neigt er zum Verkleben und Verkanten.
Ausserdem ist mir persönlich das Fett, das in unmittelbarer Nähe der Reibflächen heiss wird, sich verflüssigt und möglicherweise ungünstig verteilt, einfach zu "heiss" für diesen sensiblen Bereich. Ich bremse auch gerne weich - aber nur weil ich kann, nicht weil es nicht merh anders geht

Auf der Belagrückseite um Geräuschen vorzubeugen? Geräusche an der Bremse entstehen typischerweise durch kurzzeitiges Belagkanten an der rotierenden Bremsscheibe, wenn nicht gebremst wird - um das los zu werden reicht es aus, den Belag an der auflaufenden Kante kräftig mit der Feile anzufasen. Damit ist die Kante, an der die Scheibe ankantet weg.
Bremsrubbeln hingegen entsteht durch die Reibpaarung Scheibe zu Belag und ist idR auf verglaste oder verölte Beläge zurück zu führen.
Desweiteren gilt auch hier, dass mir das Fett in dem Bereich einfach zu heiss ist.

Nicht umsonst wird inzwischen von den Fahrzeugherstellern und dem VDA empfohlen, an diesen Stellen keine derartigen Mittel zu verwenden. Einfaches Saubermachen und Montieren reicht völlig aus

Die einzig wirklich sinnvolle Verwendung an dieser Stelle, hat Udo bereits geschildert - "es sieht schön aus". Aber ob das dann wirklich triftig für die damit verbundenen Gefahren ist?

Bayerwald-Toni

Professional

Date of registration: Jun 30th 2006

Posts: 565

F-Status: aktiv

Birthday: Oct 7th 1958 (53)

Location: 93437 Furth im wald

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 25000

Year of manufacture: 1999

Color: rot

Fuel consumption:

Stammtisch: -

GPS_System: Becker Traffic Assist Highspeed

13

Monday, March 3rd 2008, 8:04pm

Hallo Hubert,
Paste ist kein Fett! Auch tropft aus diesem Grunde nichts beim "Heißfahren".

Kupferpaste hat den Sinn, die Beläge gleitfähig zu halten und Quietschen dadurch vorzubeugen, dass die Beläge gleitfähig bleiben und nicht durch Schmutz und Korrosion der Trägerplatte schwergängig werden und somit jederzeit durch den Schlag der Bremsscheibe zurückgedrückt werden können.

Das mögliche Anhaften von Bremsstaub ist dabei weit weniger störend als aufgebauter Rost an den Gleitflächen der Belagträger.

Mit Kupferpaste behandelte Teile (Gewinde, Gleitflächen usw.) kann man nach Jahren noch problemlos lösen, aber wie viele Bremsbeläge sind wirklich festgerostet (hauptsächlich am PKW) und wieviele Schrauben "unlösbar" geworden und wieviele Zündkerzen sind schon "eingebacken" und mit Material des Zylinderkopfes herausgedreht worden?

Gruß Toni
Besser von mir fotografiert als vom Schicksal gezeichnet!

falke_eastend

Galaxy-Hawk

Date of registration: Aug 22nd 2006

Posts: 610

F-Status: aktiv

Birthday: Jan 9th 1962 (50)

Location: Barnim -D

Motorcycle: Deauville NT700V

Year of manufacture: 2006

Color: anchor gray metallic

GPS_System: Navgear GP35

14

Monday, March 3rd 2008, 8:19pm

@Toni:

Bitte beachten: Gefahr beim Auftrag von Kupferpaste auf Zündkerzengewinde :schlaum: !

Das sensible Kerzenlochgewinde im Alu-Zylinder (M14x1,25) wird nach Auftrag von Kupferpaste auf das Kerzengewinde ggf. überlastet, d.h. dieses Gleitmittel (ver-)führt unweigerlich zur Überschreitung des max. Anzugsmoments und damit zur Überlastung der Gewindeflanken. Die Paste verführt zum festeren Anziehen / Nachziehen, wenn man keinen Drehmomentenschlüssel verwendet, da durch die Paste an den Gewindeflanken nun durch "geschmierte Gleitreibung" das Reibmoment enorm herabgesetzt wird.

Ich halte das Kerzengewinde trocken und verwende keinen Schmierstoff aus o.g. Gründen. Schon wenige Newtonmeter mehr beim Anzugsmoment lassen die axiale Vorspann-(Schrauben-)kraft an den Gewindeflanken in sehr hohe Kilo-Newton-Bereiche ansteigen, die das Gewinde im Zylinder zerstören können :dmflp: , -die Werkstofffestigkeit bei Alu ist ja nicht besonders groß.

Ville Grüße,

Sven
All unser Tun ist stets nach vorn ausgerichtet. Vieles begreifen wir erst durch den Blick in den Rückspiegel. ::dvn::

hubi85120

Unregistered

15

Monday, March 3rd 2008, 8:26pm

Hallo Toni

möglicherweise reden wir von zwei verschiedenen Pasten - die Kupferpasten, die ich im Laufe meiner Praxis kennen gelernt habe, haben alle ein Fett als Trägersubstanz; und Fett ist nunmal klebrig und bindet damit Stäube bzw verflüssigt und/oder verdampft bei Erwärmung, was dann gebunden Stäube verbacken lässt - womit werden die Kupferpartikel bei der von dir genannten Variante gebunden?

hubi85120

Unregistered

16

Monday, March 3rd 2008, 8:32pm

@Sven

wenn du die Kerze korrekt festziehst, kannst du bedenkenlos Kupferpaste verwenden. Korrekt bedeutet in dem Fall nach Drehwinkel:

- ist es eine neue Kerze mit noch nicht gesetztem Dichtring, dann von Hand eindrehen bis zur Anlage und anschliessen eine halbe Umdrehung mit dem Werkzeug festziehen
- ist es eine gebrauchte Kerze, bei der der Dichtrring bereits gedrückt wurde, ebenso von Hand bis zur Anlage eindrehen und mit einer viertel Umdrehung festziehen

Damit ist die Verschraubung gasdicht und elastisch soweit vorgespannt, dass ein Eigen-Losdrehen verhindert wird

falke_eastend

Galaxy-Hawk

Date of registration: Aug 22nd 2006

Posts: 610

F-Status: aktiv

Birthday: Jan 9th 1962 (50)

Location: Barnim -D

Motorcycle: Deauville NT700V

Year of manufacture: 2006

Color: anchor gray metallic

GPS_System: Navgear GP35

17

Tuesday, March 4th 2008, 5:12pm

@Hubert:

Ja, so mach ich´s auch immer, 1/4 Umdrehung bzw. 90° Drehwinkel bei gesetztem Dichtring (alte Kerze), aber ich trage keine Kupferpaste auf.

Alle Kerzengewinde habe ich bis dato immer wieder lösen können, sie verrußen nicht durchgängig und halten über die Dichtung und die eingeschraubte Gewindelänge ausreichend dicht und fest.

Habe früher Graphitpulver für das Kerzengewinde verwendet und mir mal ein Gewinde versaut, weil ich das Gewinde begünstigt durch das Graphit immer zu fest anzog ::heulsuse:: . Zum Glück war der Zylinderkopf der alten 125er MZ schnell ausgebaut, auf einem Fräs-/Bohrwerk ausgebohrt und anschließend mit neu angefertigter Doppelgewindebuchse ausgebuchst.

Seither bin ich als gebranntes Kind, was Kerzengewinde anbelangt, sehr vorsichtig. Aluminium verträgt wirklich nicht viel, dazu kommt noch, dass Stahl der Kerze und Alu des Kopfes unterschiedliche Längen-Ausdehnungskoeffizienten haben, die bei der Erwärmung den Effekt des Gewindeausreißens verstärken können. Das Feingewinde M10x1 der Ville-Kerze hat einen ausreichenden Selbshemmungseffekt, es sollte sich nicht von selbst lösen können. Anzugsmoment beträgt 16 Nm.

Ville Grüße,

Sven.
All unser Tun ist stets nach vorn ausgerichtet. Vieles begreifen wir erst durch den Blick in den Rückspiegel. ::dvn::

Bayerwald-Toni

Professional

Date of registration: Jun 30th 2006

Posts: 565

F-Status: aktiv

Birthday: Oct 7th 1958 (53)

Location: 93437 Furth im wald

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 25000

Year of manufacture: 1999

Color: rot

Fuel consumption:

Stammtisch: -

GPS_System: Becker Traffic Assist Highspeed

18

Wednesday, March 5th 2008, 12:41pm

Hallo,

@Hubert:
Trägermaterial ist auf Fettbasis. Es kommt nur darauf an, was für ein Fett. Mußt Du immer in den Datenblättern nachsehen. Billige Pasten (L..) fällen nach einiger Zeit aus, das heißt, die Basis entmischt sich vom Kupferanteil. Und da kann es schon sein, dass was tropft. Gute Pasten halten ja gerade wegen des Aufgabengebietes die Temperaturen leicht aus.

@Sven:
Mit Gefühl muß man natürlich arbeiten, bisher hatte ich noch nie in Gewindeprobleme. Es soll, und das gilt auch für die Bremsbeläge, ja damit auch nicht rumgeschmiert werden, sondern es reicht ein dünner Film.
Bei den Gewinden bedecke ich immer das untere Viertel eines Gewindes, der Überschuss wird abgewischt, die Paste verteilt sich dann eh beim Reindrehen auf dem Gewinde von selbst.
Der richtige Umgang ist also wichtig.

Nach Drehmomentversuchen bei einem großen deutschen Hersteller, bei dem ich als Importeur damals im Labor dabei war, verringert Kupferpaste nicht wesentlich das Drehmoment im Gegensatz zu MOS2-Pasten, wo man nur mehr 10% (!!!) des Kraftaufwandes benötigt hat!

Gruß Toni
Besser von mir fotografiert als vom Schicksal gezeichnet!

falke_eastend

Galaxy-Hawk

Date of registration: Aug 22nd 2006

Posts: 610

F-Status: aktiv

Birthday: Jan 9th 1962 (50)

Location: Barnim -D

Motorcycle: Deauville NT700V

Year of manufacture: 2006

Color: anchor gray metallic

GPS_System: Navgear GP35

19

Wednesday, March 5th 2008, 3:13pm

@Toni:

Wie heißt es so schön im Werner-Film: "Nach fest kommt ab, Meister!" :D

Ich bin heute sehr behutsam bei Kerzengewinden, bin doch ein gebranntes Kind, weil es mir in meiner Sturm-und-Drang-Zeit eben schon passiert ist. Vielen Dank für Deine Hinweise zu MoS2! :dmtp:

Ville Grüße,

Sven.
All unser Tun ist stets nach vorn ausgerichtet. Vieles begreifen wir erst durch den Blick in den Rückspiegel. ::dvn::

Maddin

FranggnMaddin

Date of registration: Apr 16th 2008

Posts: 70

F-Status: aktiv

Birthday: Dec 19th 1957 (54)

Location: Fränkisches Seenland

Motorcycle: Deauville NT650V

Actual mileage: 39000

Year of manufacture: 2000

Color: Pennant Red Metallic

Stammtisch: -

20

Friday, May 16th 2008, 11:35pm

Sinterbremsbeläge statt Erstausstattung??

Hallo, liebe Deauviller,

auf Grund der Forenbeiträge habe ich mich bei KS-Parts und Tante Luise nach Sinter-Bremsbelägen von Lucas umgesehen. Bei Tante Luise werden nur die Beläge mit der Produktbezeichnung MDB 704 SV und SH angeboten ohne näher zu differenzieren. :dmflp:

Bei KS wird vorgenannte Produktbezeichnung auf die Baujahrreihe 02-05 eingegrenzt. Tante Luise hält es offensichtlich nicht mehr für erforderlich für ältere Modelle Produkte anzubieten bzw. darauf hinzuweisen und ist auch noch deutlich teuerer als KS, wie auch schon in den voran gegangenen Forenbeiträgen angemerkt. :thumbdown:

Bei den für mein 2001er Modell wohl passenden Belägen MCB671SV und MCB634SH erscheint bei KS der Hinweis:
"nur im Austausch gegen Sinterbeläge in der Erstausstattung" ?(
Ich interpretiere dies so, dass in der Erstausstattung bereits Sinterbeläge vorhanden (gewesen) sein müssen, um diese neuen Ersatzteile zu verwenden. Umkehrschluss: wurden keine verwendet dürfen/sollen Sinterbeläge nicht verwendet werden.

Auch der Hinweis "im Reibwert auf den SV-Belag abgestimmt" kann wohl nur bedeuten, dass bei Austausch des hinteren Bremsbelages mit Sinterbelägen zwingend auch die vorderen Bremsbeläge Sinterbeläge haben sollten.

Dies nur in der Theorie. Was meint ihr (Praktiker) dazu?
Aus den Beiträgen meine ich aber zu lesen, dass diese (feinen?) Differenzierungen aber nicht so bedeutend sind.

Ville Grüße
Martin