Teil 2
6.Tag 01.04.2009
Zum Tourstart dann noch eine Bemerkung von Burkhard:
"nicht wieder so kleine Straßen, ich bin doch keine Bergziege"
Tourstart heute 9:30 Uhr Richtung Francavilla und dann weiter die SS 185 in den Norden der Insel. Kurz vor Novara setzte Regen ein, so das wir in Novara di Sizilia mal wieder spontan eine Cappu Pause einlegten. Weiter ging es bis Terma Vigliatore um dort die Villa Romana S. Biagio zu besichtigen. Die erste Ausgrabungsstätte auf unserer Tour. Danach Mittagspause bei Lasagne in einem italienischen Lokal genannt Il Folletto welches innen mehr einem Diner glich.
Weiter geht es die Nordküste Richtung Westen bis zur Sp 128. Auf dieser Straße hatten wir dann alle Wetterkapriolen von Regen über Nebel bis Sonnenschein. Kurz vor Polverello tauchte eine Baustelle auf, an der wir auf unbefestigter Straße zwischen Baumaschinen durch die hiesigen Bauarbeiter gelotst wurden. Diese Fahreinlage hinterließ dann an allen Motorrädern den Eindruck wir waren beim Schlammcatchen. Später führte uns die Tour dann über Randazzo am Nordrand des Ätna vorbei zur Küstenstraße zurück nach Letojanni. Dort standen wir aber wieder eine Ewigkeit vor den verschlossenen Schranken der Bahnlinie.
Tiefsttemperatur 13,5 Grad
Höchsttemperatur 19,5 Grad
7.Tag 02.04.2009
Heute starten wir zur Südtour, also die Autobahn nach Siracusa. Dort angekommen geht es kreuz und quer durch die City zur Halbinsel. Die Motorräder stellen wir an einem Platz hinter Ketten ab. Von dort aus erkunden wir die Altstadt und natürlich wieder Cappu am Platz der Fontana die Diana. Nach einem Rundgang durch den Ort und der Besichtigung des Tempio de Apollo geht es weiter zum Cava Grande del Cassibile (dem Grand Canyon von Sizilien). Nun führt uns die Tour durch Noto Antica und die einheimischen Endurofahrer schauen uns Tourenfahrer dort sehr erstaunt an.
Jetzt geht es nach Noto, weil wir einen Gruß über die dortige Webcam nach Hause schicken wollten. Was keiner wusste das ausgerechnet an diesem Tage ein neuer Bischof ernannt wurde und somit empfing uns eine starkes Polizeiaufgebot. Wenigstens die dortigen hatten RT´s. Von Noto aus mussten wir Egbert einfangen, der dachte er wäre hinter uns und somit testete er einmal die Tauglichkeit der Autobahnen auf Höchstgeschwindigkeiten. In Siracusa Süd wartete er aber auf uns, da wir ihm eine Nachricht auf dem Handy hinterlassen hatten. Auf dem Rückweg dann, genau wie auf dem Hinweg, auf der Autobahn ein Unfall. Manchmal hilft es doch auf Schilder zu achten..
Tiefsttemperatur 16,5 Grad
Höchsttemperatur 21,5 Grad
8.Tag 03.04.2009
Heute sollte der Wecker schon um 4:30 Uhr zu tun bekommen, denn wir wollten 5 Uhr starten zum Sonnenaufgang auf den Ätna. Zuerst fuhren wir im Dunkeln auf der Autobahn und dann die Berge hoch. Es ist schon anstrengend wenn du nicht siehst wohin du fährst. Leider bekam das auch ein Hase zu spüren, der leider jetzt im Hasenhimmel ist. Kaum angekommen auf dem Parkplatz des Monte Conca, beschlossen 4 von 6 Personen weiter zu fahren zum Rifugio Citelli. Dort war einfach der bessere Blick Richtung Osten, als die Sonne aufging. Später dann ein sehr schönes Bild als der Ätna im Morgenrot erstrahlte.
s waren nur 2 Grad dort oben und später bei der Abfahrt fiel die Temperatur sogar noch auf Null Grad. Dafür haben wir aber noch den Ätna Dampf speien gesehen. Ein wirkliches Schauspiel was das frühe Aufstehen auf jeden Fall belohnt hat. Diesen Morgen hatte ich Martina als Sozia dabei, da sich die Kupplung von Lutz immer mehr zu verabschieden drohte.
Zurück am Hotel gab es erst einmal Frühstück. Danach rief unser Hotelier bei Honda in Catania an und wir sollten gleich kommen, damit die Kupplung repariert werden kann. Es war ja Freitag und somit blieb keine Wahl. Kurz mit Lutz nach Siracusa, das Motorrad abgegeben und wieder zurück zum Hotel. Dann von dort mit den Anderen einen neuen Versuch Taormina zu Besichtigen. Wir sind also ins Parkhaus, da sogar schon die Straße in den Ort gesperrt war. Zum Glück war in dem utopisch teuren Parkhauspreis der Pendelbus in die Stadt enthalten. Endlich konnten wir das Teatro Greco besichtigen und die tolle Aussicht genießen. Später ging es weiter durch den Ort und dort entdeckten wir auch einen tollen Stand mit den gewaltigen Früchten der Insel. Nachmittags dann zurück nach Letojanni und Lutz und ich holten sein repariertes Motorrad wieder in Catania ab. Darauf gab es an der Hotelbar erst einmal ein paar Biere.
Tiefsttemperatur 0 Grad
Höchsttemperatur 21,5 Grad
9.Tag 04.04.2009
Heute sollte unsere Runde um den Ätna sein. Zuerst geht es zur Talstation der Seilbahn am Rifugium Sapienza und dort besichtigen wir den Krater Silvestri. Natürlich wieder ein Cappu zwischendurch und dann später weiter durch die Lavafelder Richtung Westen durch Adrano und Bronte. Ein drohendes Gewitter hat mich von der Gruppe getrennt und ich starte alleine zum Nordpunkt am Monte Conca. Dort besuche ich eine Berghütte mit Cappu und selbstgebackenen Kuchen. Danach beobachte ich die Italiener wie sie am Ätna Rodeln und Skifahren. Ich will dann noch das versunkene Haus sehen, aber nachdem aus Regen sogar Hagel wird drehe ich um und fahre zurück nach Letojanni. Abends geht es zu unserem bestellten Essen ins Mezza Luna bei Mama Maria und später werden die ersten Sachen gepackt.
Tiefsttemperatur 4,5 Grad
Höchsttemperatur 19 Grad
10.Tag 05.04.2009
Heute war also die Abreise in Letojanni und es ging zuerst Richtung Inselmitte. Auf dem Weg dorthin gab es von Egbert eine kurze Verwechslung der Farben blau und grün für Landstraße und Autobahn, was unsere Gruppe für knapp 50 km trennte. Nach einer schönen Rundtour durch das Bergdorf Piazza Armerina ging es dann zur Villa Romana del Casale. Diese Ausgrabungsstätte wurde selbstverständlich auch besichtigt, denn hier gab es unter anderem die berühmten Bikinimädchen zu sehen (Foto links). Nach der Besichtigung fuhren wir knappe 300 Meter um ausnahmsweise mal eine Cappu-Pause einzulegen. Diesmal gab es selbstgebackene Mandelteilchen dazu, die sehr lecker waren. Nach der Pause sollte also der letzte Step nach Agrigento über Gela gehen, damit wir am Mittelmeer entlang fahren. Kurz vor Agrigento trennten sich Burkhard und ich von der Gruppe, da wir heute noch das Tal der Tempel sehen wollten.
In Agrigento angekommen zuerst im Hotel eingecheckt und die Koffer entleert. Dann runter zum Tal der Tempel, die Motorräder abgestellt und ab zur Besichtigung. Zuerst läuft man auf den Concordia-Tempel zu. Dann später weiter zum Hera-Tempel. Der Himmel wurde immer klarer und die Sonne brannte auf der Haut. Auf dem Rückweg nun der Herakles-Tempel (Bild rechts im Hintergrund) und vom Zeus-Tempel der riesige (liegende) Gebälkträger. Als letztes noch der Castor-und-Pollux-Tempel um dann doch recht geschafft zum Hotel zurückzukehren. Die anderen waren auch eingetroffen und wir gingen in die Stadt zum letzten gemeinsamen Essen. In der Stadt war wohl verkaufsoffener Sonntag, denn die Straßen waren überfüllt. Nach dem Essen noch ein Blick auf die Abends beleuchteten Tempel und dann ins Bett.
Tiefsttemperatur 14,5 Grad
Höchsttemperatur 21,5 Grad