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varawolf

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1

Saturday, September 6th 2008, 5:26pm

Tourbericht Born-to-be-wild-Tour-2008 (Route des Grandes Alpes)

Da die Route des Grandes Alpes nur den Rahmen für die Tour geboten hat, übernehme ich hier den von Egbert kreierten Namen BORN-TO-BE-WILD-TOUR-2008.


Kurze Anmerkung vorweg, ich bitte alle Leser mit Ausnahme der Tourteilnehmer, mit Anmerkungen, Kritik, Anfragen etc. bis zum Abschluß des Tourberichts zu warten. Ich glaube, es ist für spätere Leser dann einfacher einen Überblick zu behalten.

Zu jedem Tag werden so 2 – 3 Fotos eingefügt. Eine komplette Foto-
dokumentation wird es auf meiner Foto-HP geben. Diese Serie ist aber noch in Arbeit, da alle Fotos erst durch Egbert zusammen getragen werden.


Ich werde auch nicht jeden Pass einzeln kommentieren, dies überlasse ich der Fachliteratur.

Grundsätzlich sind alle gefahrenen Pässe in Frankreich weitestgehend seitlich ungesichert ;(

Die Fahrbahn befindet sich je nach Department im befriedigenden bis sehr gutem Zustand.


Für die Statistiker:

gefahrene KM ab/bis Staufen/Brsg. 2224 km Landstraße


Tourenzeiten im Schnitt 8-9 Stunden

Reine Fahrzeiten tägl. Ca. 6 -6,5 Stunden,also kein Eisdielen-Hopping :whistling:

Gefahrene Pässe insgesamt: 42

Gefahrene Höhenmeter: 73290 m

Wetter: Traumwetter, Ausnahme Tag 7


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2

Saturday, September 6th 2008, 5:44pm

Tag 1:
Nachdem am Montag alle nördlichen Teilnehmer am Startpunkt in Staufen/Brsg, eingetroffen waren, ging die Tour dann am Dienstag richtig los.
Zunächst ging es über die schweizer Grenze nach Augst. Dort trafen wir unser 5. Tourmitglied
Christoph. Gleichzeitig wurden wir von seiner Ehefrau Traudl erwartet, die uns mit einem 2. Frühstück und diverser Tourverpflegung auf die Reise schickte.Hierfür nochmals einen besonderen Dank.
:thumbsup:

Als „Einheimischer“ übernahm Christoph den Posten als Tourguide auf dem Weg nach
Sallanches. Warum habe ich in der Schweiz immer das Gefühl, dass die hier glücklicher sind und die Hühner wirklich freilaufend sind. Na ja, ist vielleicht ein anderes Thema.
:grbl: [attach]5884[/attach]

Pause im Simmental

Es ging über das Liestal, Emmenthal und Simmental, Martigny hinauf zum Col de la Forclaz und in das bekannte Bergdorf Chamonix. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch
nichts von dem am Vortag stattgefundenem Bergunglück.
Der Blick auf den Mont Blanc ist schon ein erhebendes Schauspiel und man kann die
vielen „Messners „ verstehen, die täglich versuchen, diesem Gipfel ein Stück näher zu kommen.

[attach]5885[/attach]

Ausläufer des Mont Blanc Gletschers westl. von Chamonix

Ein schöner Tag und schöner Anfang, um ein bisschen Kurvenfeeling zu bekommen.

Übernachtet haben wir im „Ibis-Hotel“ Sallanches. Bei Vorbestellung eine günstige Möglichkeit.

Pässe:
Oberer Hauenstein 734 m , Saanenmösersattel 1279 m, Mossespass 1445 m, Col de la Forclaz 1527 m , Col des Montets 1461 m

395 km, 5 Pässe



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3

Saturday, September 6th 2008, 5:57pm

Tag 2:
Der zweite Tag begann mit einem landschaftlichen Paukenschlag. Der Roselendenpass und der dortige See. Schaurig schön kitschig und eine Wohltat für die Seele.
Hier hätten wir wohl den ganzen Tag sitzen bleiben können, aber die Berge---siehe
=ansage=
.
[attach]5886[/attach]

Also weiter zum eigentlichen „Höhepunkt“ der gesamten Tour, dem Col de l`Iseran, ganze
2770m geht’s bergauf. Nur der Bonette mit seiner künstlich aufgeschütteten Schleife ist höher.
[attach]5887[/attach]

Nordrampe zum Iseran
.
Nach dem obligatorischen Foto in luftiger Höhe ging es weiter zum Col du Mont Cenis und dem anschließenden See. Es handelt sich um einen Stausee auf 2000 m Höhe. Der Blick von der Südseite auf die Staumauer ist gigantisch. Die darunter liegenden Häuser sind alle verwaist—etwas für Grundstücksspekulanten
:sleeping:


Kurz hinter dem See wechseln wir das Land, es geht nach Italien. In Susa wurden wir mit drückender Hitze erwartet und bei der anschließenden Weiterfahrt in Richtung Oulx ergab sich der Untertitel für unsere Tour (…we never overtake in Italy) . Überall Überholverbot und LKW, grausam. Man braucht schon einen eisernen Willen---na gut , den hatten wir nicht immer.
:ups:
Ganz besonders schlimm war es bei der späteren Auffahrt nach Sestriere, eine wunderschöne
Strecke---aber wieder Überholverbot. In Sestriere wollten Clemens und ich der Assietta-Kamm-Straße einen Besuch abstatten. Bei der Einfahrt zur Kammstraße kam uns jedoch eine riesige graue Wolke entgegen, die sich als ein Convoy aus drei Geländewagen entpuppte, die alle die Straße in einem einheitlichen Farbton verließen—grau. Wir haben dann noch kurz überlegt—aber die Vernunft siegte.

Das Ende der Tour lag dann in Briancon, einem Städtchen mit einer tollen Altstadt und Festung, der wir dann in den Abendstunden einen Besuch abstatteten.

Übernachtet haben wir im Hotel Edelweiß, einem sauberen Hotel mit allerdings spärlichen Frühstücksangebot. Übernachtung /Frühstück im DZ pP 33 euro.


Pässe:
Col des Saisies 1633 m , Col du Meraillet 1605 m , Roselendpass 1968 m ,
Col de la Iseran 2764 m , Col Du Mont Cenis 2081 m , Colle di Sestriere 2035 m ,
Col de Montgenevre 1.854 m

288 km 7 Pässe



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4

Sunday, September 7th 2008, 11:42am

Tag 3:

Den Vorhang auf und ein Blick nach draussen. Strahlendes blau am Firmament. An diesem
Tag erwatete uns direkt zu Beginn einer der aufregensten Pässe der Tour,
der Col d`Izoard. Wunderschöne Nordrampe,
[attach]5899[/attach]


aufregende—abgrundtiefe Südrampe.
[attach]5902[/attach]



Anschließend über den Col de Vars—etwas für die flottere Fraktion- zur offiziell höchsten Alpenüberquerung, dem Cime de la Bonette. Zugegeben , es ist schon ein Genuss, da der Straßenzustand super ist und die Streckenführung in diese karge Region einen gewissen Flair hat. Um allerdings wirklich auf den höchsten Punkt zu kommen, sind noch knappe 60 Höhenmeter zu Fuß zu bewältigen—die dargebotene Aussicht entschädigt aber für den Aufstieg.
[attach]5900[/attach]

Nach der -pause (wir haben wirklich welche gemacht
:whistling: ) in St. Etienne de Tinee ging es über den Col de la Couiolle (Wahnsinns –Pass) in die berühmte Cians-Schlucht. Rotes Schiefergestein bildet hier den Grundstein für ein berauschendes Naturerlebnis.
[attach]5901[/attach]




So langsam näherten wir uns unserem Ziel für die nächsten drei Tage. Über Entrevaux und dem wunderschönen (minimaler Fahrzeugverkehr) Col St. Michel erreichten wir am frühen Abend Beauvezer. Die Ankunft wurde gebührend gefeiert

Dieser Ort ist es allerdings Wert, ein paar Zeilen mehr zu schreiben.(tbc)


Pässe:

Col d`Izoard 2361 m ,Col de Vars 2111 m , Col de Restefond 2678 m , Col de Raspaillon 2513 m, Col de la Bonette 2712 m, Bonette-Schleife 2811 m ,Col de la Couillole 1678 m ,
Col de St. Michel 1431 m

303 km 8 Pässe
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5

Sunday, September 7th 2008, 1:00pm

Beauvezer, das Kleinod im Tal des Verdun, ca. 45 km nördl. von Castellane. Ein Dorf
aus dem Bilderbuch und mittendrin das


HOTEL LE BELLVUE. [attach]5904[/attach]
Dieses Hotel wird von Leo und Karin geleitet. Sie haben dort in den letzten drei Jahren ein
wunderschönes Hotel für Motorradfahrer (und natürlich auch andere Gäste :D ) geschaffen. Die Preise sind durchaus als gelungen zu bezeichnen. Die Zimmer sind ansprechend
groß und das ist
eine Wucht.
Das Bellevue liegt unmittelbar am Dorfplatz
[attach]5905[/attach]und der Kontakt zu den Bewohnern ist schnell geschaffen. Auf ein Duell im Boulespielen mussten wir allerdings verzichten---ich glaube, die hatten Angst. :whistling: . So haben wir dann unsere eigenen Meisterschaften ausgetragen--war wohl auch besser so, ich glaube, wir müssen noch viel üben. [attach]5906[/attach]

Auf diesem Weg nochmals ein herzliches ::=dnk=:: an Leo und Karin—es waren tolle Tage bei Euch. Und entschuldigt uns bitte bei dem Hauskater, das wir sein Kuschelkissen leider noch brauchten ;( [attach]5907[/attach]
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6

Sunday, September 7th 2008, 8:33pm

Tag 4:

Aufgrund der ständing steigenden Temperaturen wurde nach kurzer gemeinsamer
Diskussion die für heute geplante Fahrt ans Mittelmeer gestrichen. Stattdessen
sollte der Grand Canyon du Verdon unser Ziel werden.

Zunächst ging es durchs obere Verduntal
[attach]5925[/attach]

vorbei am Lac de Castillon
[attach]5926[/attach]

in Richtung Castellane-einem umtriebigen Städtchen mit schöner Altstadt am Eingang zur Schlucht. Hier gönnten wir uns den ersten Caffee des Tages, um anschließend gestärkt in die
Tiefen der Verdon-Schlucht zu schauen. Zu empfehlen ist hier die Anfahrt auf der Nordseite und dann unbedingt kurz vor La Palud sur Verdon auf die „Route de Cretes du Verdon“ einzubiegen. Die Straße ist nur im Uhrzeigersinn zu befahren und bietet mannigfaltige
Möglichkeiten um seine Höhenangst zu testen.
[attach]5927[/attach]

Anschließend ging die Fahrt weiter zum Ende der Schlucht, dem Lac St.Croix.
[attach]5929[/attach]

Ziemlich verschwitzt nahmen auch wir ein Bad in den Fluten.
[attach]5928[/attach]

Da wir uns nicht mehr dem Wohnmobilconvoy auf der Südseite des Canyon anschließen
wollten , ging es zunächst noch ein Stück in Richtung Süden, um über kleine Nebenstraßen nach Draguignon und von dort in Richtung Norden zum Col de Bel-Homme. Da dort alles militärisches Sperrgebiet ist, mussten wir unsere Mittagspause noch etwas verschieben und landeten schließlich, geführt von zwei weiblichen Bergnixen, in einer Auberge in
La Roque Escaplon. Den Ort muß man sich nicht merken, aber die Schlachtplatte war schon erwähnenswert.

Die Weiterfahrt ging über die Route Napoleon wieder in Richtung Castellane . Kurz vor Castellane sollte man unbedingt den Abzweig nach Demandolx wählen. Eine knapp Fahrzeug breite Straße windet sich kühn nach oben und von dort geniesst man wunderbare Ausblicke
auf den Staussee Retenue de Chaudanne und den Lac de Castillon..


Nach diesem kleinen Leckerbissen fürs Auge ging es wieder heimwärts nach Beauvezer.

Pässe (Pässchen):
Col de la Blanche 800 m,
Col d`Ayens 1032 m, Col d'Olivier 711 m,Col de La Grange 619 m ,Col du Bel-Homme 915 m,Col de Clavel 1060 m,Col de Luens 1054 m, Croix de la mission 1149 m

258 km 8 Pässe
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7

Monday, September 8th 2008, 5:23pm

Tag 5:

Das auch schon heute früh am morgen klar zu erkennen war, dass der Himmel sich von seiner schönsten Seite zeigen würde, hakten wir die Tour "Col Turini-Cote d`Azur" endgültig ab ;(
und hofften in den Höhenlagen etwas Abkühlung zu finden.

Los ging es zunächst ein paar Kilometer in Richtung Colmar. Am Ortsende zweigt ziemlich versteckt der Weg zum Col des Champs ab. Ja ja ja, da war er—unser Lieblingspass der Woche. Auf der Westseite schmal und abenteuerlich, [attach]5935[/attach]


auf der Ostseite weit geschwungen mit phantastischer Aussicht. [attach]5936[/attach]





Am Ende des Passes in St.Martin schwenkten wir in Richtung Süden,das Ziel—die Danuis-Schlucht. Ebenso grandios wie die Ciansschlucht. 17 Tunnel weisen den Weg nach Süden. [attach]5937[/attach]

Anschließend wollten wir einen Bummel—-Kultur muß sein—- :whistling: durch Entrevaux machen, aber die Temperaturen kletterten unaufhörlich. Also entschlossen wir uns zur Kaffeepause im Schatten. Einzig
Clemens legte einige Meter in die Altstadt zurück, während der Rest der Gruppe sich an der luftigen Bekleidung einiger weiblicher Hochzeitsgäste erfreute .
Aber, --auf geht’s--- diesmal die Ciansschlucht vom Vortag in Gegenrichtung befahren und in Beuil nach links Richtung Col de Valberg geschwenkt. Valberg selbst ist wie viele französische Wintersportorte keine optische Bereicherung, wobei nichts an Sestriere heranreicht, wenn es um die Frage des hässlichsten Alpendorfes geht.

In Guillaume ging es wieder in Richtung Norden zum Col de la Cayolle. An der Auffahrt zur Südrampe wurden wir mit der dortigen Temperaturanzeige konfrontiert—sie zeigte 36 Grad.

Der Cayolle ist in einem straßenmäßig erbärmlichen Zustand, so dass sogar die Enduristen
keinen besonderen Spaß an der Fahrt hatten. Dieser Pass eignet sich allerdings hervorragend für
Pärchen, solange der Fahrer möchte , dass die Beifahrerin spätestens nach der
dritten Kurve die Scheidung einreicht. :ups:

Dafür erwartete uns am Fusse der Nordrampe wieder ein typisches Bergdorf: Kirche, Hotel/Restaurant, Hühnerstall. Also wieder Idylle pur und Zeit für einen Kaffee am Dorfbrunnen.[attach]5938[/attach]

Noch ein Pass erwartete uns auf der Rückreise, der Col d`Allos—dieser war wieder so ganz nach unserem Geschmack—wenn ich mir wirklich manchmal ein bisschen Seitensicherung wünschen würde.
[attach]5939[/attach]
Nordrampe des Allos

Bei der Ankunft in Beauvezer hieß es dann nochmals die Hand mit allen fünf Fingern zu
erheben---und Leo brachte das Gewünschte.


Pässe:
Col des Champs 2093 m , Col de Valberg 1669 m
, Col de Ste-Anne 1.551 m, Col de la Cayolle 2327 m , Col d`Allos 2250 m



233 km 5 Pässe
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8

Tuesday, September 9th 2008, 10:07am

Tag 6:

Es hieß Abschied nehmen von Beauvezer, Karin, Leo, dem Bouleplatz und einer wunderschönen Zeit.

Das Ziel Annecy. Zunächst ging es wieder über den Col d`Allos , diesmal in Richtung Norden,
dann ein Linksschwenker über den Lac de Serre Poncon
[attach]5946[/attach]
und die N 94 nach Briancon. Von dort schlängelt sich die N 91 langsam bergwärts zum Col
du Lautaret—ziemlich langweilig.

Dann wird es allerdings nochmals hochalpin bei der Auffahrt
[attach]5947[/attach]zum Galibier


und der anschließenden Abfahrt zum Telegraphe
[attach]5948[/attach].

In St.Jean de Maurienne wurde fürstlich gespeist—bei . Anschließend wartete noch ein kleiner Leckerbissen, der Col de la Madelaine. An dieser Stelle eine Entschuldigung
:grmster: an diese schöne Auffahrt, ich weiß nicht, was uns geritten hatte—vielleicht das Rindfleisch auf dem Burger—in jedem Fall wurde es eine rasante Fahrt in Richtung Scheitelpunkt und es gab keine ::spassbr::


Die Abfahrt nach Albertville ließen wir dann wieder gemütlich angehen. Von Albertville ging es noch ein Stück in Richtung Süden, um dann nordwärts den letzten Pass des Tages- den Col de
Tamie in Angriff zu nehmen, ein Pässchen-aber recht nett
:dmtp: und oben wurden wir
vom Wirt der Kneipe freundlich in allenmöglichen Landessprachen
=ansage= begrüßt. Am See
von Annecy tummelte sich die halbe Welt im Wasser und die letzten Kilometer in Richtung unseres Hotels wurden wir staumäßig auf eine harte Probe gestellt.

Doch Dank französischer Fahrweise
:007: bewältigten wir auch dieses Hindernis. :ups:

Pässe: Col d`Allos 2250 m, Col du Lautaret 2058 m ,Col du Galibier 2642 m ,
Col du Telegraphe 1600 m , Col de la Madelaine 1984 m , Col de Tamie 907 m

360 km 6 Pässe
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Tuesday, September 9th 2008, 10:30am

Tag 7:

Das Ende nahte in großen Schritten und mit Scheißwetter. --wenistens im vergleich zu den letzten Tagen.

Egbert und Clemens verabschiedeten sich auf Grund dienstlicher Zwänge über die Autobahn
in Richtung Heimat. Hans-Werner, Christoph und meinereiner nahmen trotz des Wetters die letzten KM in Richtung Staufen über Land in Angriff.

Zunächst umfuhren wir Genf südlich über Bellegarde um dann nordwärts über die franz. Jura
in Richtung Lac de Neuchatel zu gelangen. Leider war von der Gegend kaum etwas zu erkennen, da es zwar nicht regnete, aber die Sicht durch starken Nebel stark beeinträchtigt war. Am See wurde es etwas besser, aber leider auch langweiliger. So folgten wir Christophs Rat und schlugen uns nochmals ins Gebirge zum „Vue des Alpes“. Leider war es mit dem „Vue“ nicht so weit her. Ab Delemont besserte sich das Wetter und kurz vor Basel konnten wir sogar noch einen letzten gemeinsamen Kaffee in der geniessen. Danach hieß es auch Abschied nehmen von unserem Eidgenossen (der absolut KEIN rainmaker ist), bevor Hans-Werner und ich uns Dank Navi durch Basel in Richtung schweizer Grenze quälten.


Pässe:
Col de la Faucile 1323 m, Col du Mollendruz 1180 m, Vue des Alpes 1283 mClemens + Egbert : Col d'Evires 810 m

387 km 3(1) Pässe
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Tuesday, September 9th 2008, 10:57am

Noch ein paar Randbemerkungen zum Abschluß. Natürlich locken auf solch einer Tour die Namen Galibier, Iseran, Bonette etc. aber die eigentlichen Highlights liegen woanders.

Zunächst mal der Blick über den Roselendensee morgens um 10h, der
Col de la Couillole-wahnwitzig , die Cians -und Daluisschluchten, der Col des Champs mit seinen Murmeltieren ,
der Grand Canyon mit seinen unendlichen Tiefen und den fünf
Steinadlern , die in der Thermik des Steilhangs ihren Spaß hatten,einem Hotel wie dem Bellevue, der herzlichen Art, wie wir dort aufgenommen wurden , den urigen kleinen Bergdörfern und -last but not least- der tollen Gemeinschaft der Mitfahrer. :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Warum ein Pass zu den persönlichen Lieblingen zählt, ist nicht immer einfach zu
beantworten, da hat jeder andere Kriterien—aber der Col des Champs war es
einstimmig.
:!:

Aufgefallen ist uns, dass das Verhältnis zwischen dem französichen Autofahrer und Motorradfahrer
stark von der uns bekannten deutschen Mentalität abweicht. Der Franzose setzt sein Fahrzeug grundsätzlich nicht als fahrende Barrikade ein, sobald er fröhlich vor
sich hinschwingende Motorradfahrer
::dva:: im Rückspiegel erblickt. Im Gegenteil, jede
Möglichkeit wird genutzt, um dem Motorradfahrer das Überholen zu ermöglichen.


So, damit bin ich am Schluß des Reiseberichtes und hoffe, dass der ein oder andere Spaß
daran hatte und vielleicht animiert wird, selbst mal dort runter zu fahren. Wer
keinen Spaß hatte
:naund: , auch gut, der war ja auch nicht gezwungen, den Bericht zu
lesen.


Wie schon eingangs geschrieben, die Gesamtfotoserie wird noch etwas dauern.
:grmster:
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marthon

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Tuesday, September 9th 2008, 11:15am

Oh, oui, tres bien !!

So ein toller Bericht macht das Forum richtig, richtig schön hier.
Ich kann jeden Eurer stimmungsvollen Momente, sei's für's Auge, den Magen oder für das kurvensuchende Moppedfahrerherz (- welche Kurven auch immer... :D ), nachvollziehen.

War im März / April nicht anders.
So, damit bin ich am Schluß des Reiseberichtes und hoffe, dass der ein oder andere Spaß
daran hatte und vielleicht animiert wird, selbst mal dort runter zu fahren.
...
Da die üblichen Verdächtigen ja bekanntermaßen über ausreichend technisches Equipment und entsprechenden Sachverstand verfügen, fände ich eine Überlassung der gefahrenen Tracks/Routen nicht schlecht, vielleicht auch die eine oder andere Unterkunftsempfehlung ( oder Nicht-Empfehlung).
Dann noch das ganze in die Touren-Datenbank, (gibt auch Sonderpunkte für KotR... :thumbsup: ), und alles wär bestens. :thumbsup:
Mit nach wie vor neidvollem Gruß ::spass::
Martin

P.S.: Wann geht die nächste Tour ??
Martin
Es muß ja nicht alles Sinn machen.

varawolf

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Tuesday, September 9th 2008, 11:28am

...entschuldigung, hatte ich vergessen. Da ich selbst über kein Navigerät verfüge, welches die Touren aufzeichnet, muß ich dahin gehende Wünsche an Egbert und Christoph weiterleiten.
Die beiden dürften dann auch keine Schwierigkeiten haben, die Touren in die Datenbank zu setzen.

Quoted

P.S.: Wann geht die nächste Tour ??
Gedanken haben wir uns natürlich darüber gemacht :whistling: :D , aber letztendlich könnten mehrere große Touren in einem Jahr für die ein oder anderen Interessenten zu Problemen führen. Und die nächste Frühjahrstour steht ja auch noch an.... :thumbsup: und vielleicht ein
DmD
Deauville meets Deauville -> Internationales jährliches Treffen der Honda Deauville Fahrer - erstmals Jahre 2003 in Deauville - France
DmD
:rolleyes: in den Seealpen :whistling: ..........(Wir sind ja noch jung) :D

Gruß

::ele::
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Michael_KLE

früher Deauville - gestern nur Varadero - und heute dazu Tiger 800 XC

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13

Tuesday, September 9th 2008, 12:35pm

Hallo Wolf,

jetzt weiß ich, warum ich schon vorher so neidisch war!
Ein ganz toller Bericht, der durch Deine subjektive Art der Beschreibung noch gewonnen hat! Danke für die Mühe!

...schon wieder gibt es eine Ecke der Welt, wo ich unbedingt einmal mit dem Moped hin muss!


Grüße von KLE nach EN

Michael


Kleine Anmerkung an bestimmte Mitlesende:
Der Inhalt dieses Beitrags ist frei von Übertreibungen und Zitaten, er stellt ganz einfach meine Meinung dar!

Socke

Master-of-Disaster

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Actual mileage: 30000

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Color: Pennant Red Metallic

Stammtisch: Rhein-Main-Biker

GPS_System: Garmin Zumo 400

14

Tuesday, September 9th 2008, 12:59pm

Hallo Wolf,
ein sehr schöner Bericht den du hier veröffentlicht hast, da wird man glatt NEIDISCH. Aber das liegt ja letztendlich an einem selbst :D
Dankeschön für die tollen Bilder um den NEID noch zu verstärken. Nur hab ich jetzt ein Problem, wie bring ich meinem Weibe bei, das ich da auch mal mit der Deau hin will.
BORN-TO-BE-WILD-TOUR-2008.
Und wer hat jetzt das Apple Tatoo ? :friede: ::spass::

Gruß Frank
Gruß Frank :thumbup:
Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.(Mark Twain)

marthon

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15

Tuesday, September 9th 2008, 1:03pm

...schon wieder gibt es eine Ecke der Welt, wo ich unbedingt einmal mit dem Moped hin muss!
... mit der CBF im Gefolge ? Und immer viele Rechtskurven... :D :ups:

...okok, sag schon nichts mehr; nächstes mal krieg ich sonst richtig Kloppe... :ups: :ups:

Honi soit qui mal y pense

Martin
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Es muß ja nicht alles Sinn machen.

marthon

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16

Tuesday, September 9th 2008, 1:13pm

Und wer hat jetzt das Apple Tatoo ? :friede: ::spass::
hä, hab ich was überlesen ?? War da jemand angefressen ???
Nur hab ich jetzt ein Problem, wie bring ich meinem Weibe bei, das ich da auch mal mit der Deau hin will.
Tip von einem Korsika-Fahrer: tiiiieeef in die Augen gucken, ganz lieb sein, mitleidigen Blick aufsetzen, tief ein- und ausatmen,seufzen, von einem langgehegtem Traum erzählen, die Schönheit der Natur und die Freude, über das Erlebte später ausführlich zuberichten, in blumigen Worten schildern, dann auf die knappe Entscheidungszeit hinweisen, und zack - schon hast Du Dame Deines Herzens davon überzeugt, daß sie das richtige tut, dich für eine Weile ziehen zu lassen.

Manchmal funktioniert das...

Hey, Frank: machet einfach ! Irgendwann...
:thumbsup: :thumbsup:
Martin
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Socke

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17

Tuesday, September 9th 2008, 2:21pm

hä, hab ich was überlesen ?? War da jemand angefressen ???
Nee Martin, davon steht nirgends was. Ich hab nur bei der Überschrift "BORN-TO-BE-WILD-TOUR-2008" den Film aus dem Kino im Hinterkopf und da hatte sich doch auch einer ein Tatoo machen lassen, mehr wollte ich doch nicht wissen :D

Gruß Frank
Gruß Frank :thumbup:
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woblanke

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18

Tuesday, September 9th 2008, 2:43pm

Hallo Wolf,
wir sind überhaupt nicht neidisch,sondern freuen uns mit
euch über diese wunderschöne Tour.Dein Tourbericht war
allererste Sahne.Wir gönnen euch noch viele dieser schönen Touren.

Gruß
Annette und Wolfgang
Ein freundliches Hummel Hummel von Annette und Wolfgang
Uns gibt es nur im Doppelpack

gelsenbiker

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19

Tuesday, September 9th 2008, 4:32pm

Hallo Wolf,

da habt ihr wirklich bei superschönen Wetter eine klasse Tour gemacht.

Jetzt habe ich wieder ein neues Ziel was ich mal angehen möchte.

Super Reisebricht :thumbsup: und schöne Bilder :thumbsup: :thumbsup:

Viele Grüße

Dirk
1994 - 2000 Suzuki GSF 600 N; 2000 - 2004 Honda NT 650 V, 2004 - 2005 Suzuki Burgman 400; 2005 - 2006 Honda CBF 600 S; 2006 - 2008 Honda Deauville NT 700 VA; 2008 - 2010 BMW R 1150 RT; 2010 - 2012 Honda Varadero; seit 2012 Yamaha XT 1200 Z Super Tenere

Globalrider

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20

Tuesday, September 9th 2008, 7:43pm

Hallo Wolf,

so manchen Namen habe ich noch in lebhafter Erinnerung. Ich glaube, ich mache die Tour nochmal. Mal schauen. Auf alle Fälle haben wir jetzt tolle Erinnerungen gemeinsam.
Martin (Globalrider)
"Willst du fliegen, musst du hinter dir lassen, was dich nach unten zieht."
Toni Morrison